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Nach einer Party mit zuviel Zigaretten oder nach einem TV-Beitrag über einen jungen Patienten mit Lungenkrebs, der einem sehr nahe gegangen ist, kommt am nächsten Morgen der "überstürzte" Entschluss, sofort mit dem Rauchen aufzuhören. Die angebrochene Packung Zigaretten wird in den Müll geschmissen (Gott sei Dank waren nicht mehr so viele Zigaretten drin) und dann steht dem neuen Nichtraucherleben nichts mehr im Weg (hofft man). Diesmal ist man wirklich überzeugt: jetzt reichts!!!!
Meistens hält man es dann nicht mal einen Tag durch - entweder die "Entzugssymptome" sind zu stark oder aber man hat plötzlich doch wieder ganz unbewusst eine Zigarette in der Hand . Vielleicht wird man von seinen Arbeitskollegen oder Freunden zum rauchen "überredet". Jedenfalls waren die widrigen äußeren Umstände mit Schuld daran, dass man wieder zur Zigarette gegriffen hat und der Aufhörversuch fehlgeschlagen ist.
Manchmal klappt es aber auch und man übersteht den ersten Tag ohne Zigaretten, wobei die Betonung meist auf "übersteht" liegt. Denn schon jetzt merkt man "nie mehr" ist eine lange Zeit. Die Zigaretten fehlen, man hofft auf Besserung in den kommenden Tagen. Die gibt es eigentlich auch, wenn man nicht ständig an die Zigarette denkt und sich selbst bemitleidet, weil man ja nicht rauchen "darf".
Laut WHO scheitern 97% solcher Aufhörversuche. Das heisst nicht, dass diese Versuche überflüssig sind. Sie zeigen dem Aufhörwilligen nämlich meist erstmals wie abhängig er von der Zigarette ist. Solange man nämlich nicht versucht, mit dem Rauchen aufzuhören kann man ja immer schön rumtönen, dass wenn man wollte, man jederzeit aufhören könnte. So nimmt man dem Rauchen die Gefährlichkeit - aber nur gedanklich, nicht real.
Viele Aufhörwillige durchlaufen diese Aufhörversuche nach dem o. g. Schema mehrere Male. So hat Mark Twain ja schon geschrieben: "Es ist ganz leicht, mit dem Rauchen aufzuhören - ich habe es schon tausend mal gemacht"
Bei vielen Aufhörwilligen setzt mit der Zeit im Kopf langsam ein Umdenken ein. Die Zigarette wird zunehmend zum Feind, dem man zwar immer noch recht hilflos, ohne richtige Taktik gegenübersteht, aber den man unbedingt bekämpfen möchte. Nun gilt es, die richtige Taktik zu finden und anzuwenden. Häufig geschieht das unbewusst, manche bezeichnen das als ein "Umlegen des Schalters im Kopf". Andere erarbeiten sich das Nichtrauchen bewusst, so wie es bei KickNic gemacht wird. Immer gibt es aber einen Punkt, an dem der Wunsch, nicht mehr zu rauchen, größer ist als die Zigarette. Wer diesen Punkt erreicht, hat sehr gute Chancen dauerhaft und vor allem ohne Verlustgefühle Nichtraucher zu werden.
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